Kategorie: Uncategorized

Streuobstsorte des Jahres 2017

08.02.2017 Uncategorized Keine Kommentare

Der "Sonnenwirtsapfel"

Die Arbeitsgruppe im LOGL hat für 2017 den Sonnenwirtsapfel als Streuobstsorte des Jahres ausgewählt. Die Apfelsorte stammt aus Backnang (Württemberg) und wurde im Jahre 1937 vom Backnanger Sonnenwirt als Sämling entdeckt und wegen der positiven Eigenschaften weiter vermehrt. Durch seine landschaftsprägende Krone und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten ist dieser Apfel sehr gut für die Obstwiese geeignet.

Herkunft

Zufallssämling aus Backnang (Rems-Murr-Kreis)

Verbreitung

Mittelstark bis stark wachsend, mit schwach verzweigtem Fruchtholz und etwas hängendem Wuchs. Die Bäume erreichen bei ausreichender Pflege ein hohes Alter und können dann recht groß werden. Die Krone hat eine gleichmäßig kugelige Form, die Blüte ist mittelfrüh.

Baum

Pflückreife Ende September bis Anfang Oktober, im Naturlager bis Ende Februar haltbar. Die Frucht ist mittelgroß bis groß und kugelförmig abgeflacht. Die Schale ist grünlich-gelb, sonnenseits braunrot marmoriert, geflammt, mit hellen Lentizellen und erinnert etwas an die Apfelsorte „Geflammter Kardinal“. Die Stielgrube ist stark berostet und die Kelchhöhle breit und tief. Das Fruchtfleisch ist fest, saftig und etwas säuerlich mit leichtem Aroma.

Frucht

Hoch und regelmäßig

Erträge

Wirtschaftsapfel, auch als Tafelapfel, früher häufig als Stammbildner.
Text: Rolf Heinzelmann, LOGL / Foto: Kreisverband für Obstbau, Garten und Landschaft Emmendingen e.V. (KOGL)

Streuobstsorte des Jahres 2016

08.02.2017 Uncategorized Keine Kommentare

Die "Ulmer Butterbirne"

  Die Arbeitsgruppe Streuobst im LOGL hat für 2016 die Ulmer Butterbirne als Streuobstsorte des Jahres ausgewählt. Sie wurde 1957 bereits im vom Verlag Ulmer verlegten Sortenbüchlein „Farbtafeln der Birnensorten beschrieben, herausgegeben von Verbandsdirektor Josef Seitzer, württembergischer Obstbauverband.   Interessant ist, dass im Gegensatz zu anderen, einschlägigen Literaturquellen die Sorte von Seitzer als sehr schorfanfällig beschrieben wird.   Die Birne stammt ursprünglich aus der Ulmer Gegend in der Nähe von Albeck im Alb-Donau-Kreis. Daher wird sich auch als Albecker oder Albecker Butterbirne bezeichnet.   Die Frucht ist klein bis mittelgroß und rundlich bis eiförmig. Die Grundfarbe wirkt erst hellgrün und verwandelt sich mit zunehmender Reife in ein helles leicht grünliches Gelb. Auf der Sonnenseite kann sie sich intensiv rot einfärben, so dass eine hübsche, gelbrote Frucht entsteht. Der Fruchtstiel ist lang, dünn und etwas gebogen und wirkt wie aufgesetzt oder aufgesteckt. Das Fruchtfleisch ist weißlich, saftig, schmelzend, süß und leicht würzig.   Die Pflückreife ist aber Ende September bis Mitte Oktober. Durch ihre Druckempfindlichkeit und kurze Lagerdauer muss die Birne relativ rasch verzehrt oder verarbeitet werden. Die Sorte ist fruchtbar mit guten Erträgen und leichter Neigung zur Alternanz.   Die Ulmer Butterbirne kann als Tafelbirne, für Kompottherstellung und zum Dörren Verwendung finden. Für den Erwerbsobstbau hat sie keine Bedeutung. Abgesehen von der möglichen Schorfempfindlichkeit in typischen Schorflagen ist die Birne für den Liebhaber- und Streuobstbau auch in etwas raueren Klimaregionen geeignet. Sie stellt relativ geringe Ansprüche an den Standort und ist ausreichend frosthart im Holz. Der Baum ist anfangs eher schwächer wachsend, bildet aber mit der Zeit auf stärker wachsenden Unterlagen auch große Kronen. Die Kronenform ist zuerst hochgebaut, wirkt aber durch überhängende Zweige mit der Zeit eher breiter.   Rolf Heinzelmann

Quelle von Text und Bild sowie weitere Infos: LOGL